- aufkommen
-
* * *
auf|kom|men ['au̮fkɔmən], kam auf, aufgekommen <itr.; ist:1.a) [unerwartet] entstehen und spürbar werden:ein Wind, Gewitter kam auf; Unruhe, Misstrauen kam auf.Syn.: ↑ auftreten, sich ↑ ausbilden, sich ↑ bilden, sich ↑ einstellen, sich ↑ entwickeln, ↑ erwachen.b) erstmals auftreten, zu beobachten sein:dieser Tanz kam Mitte der Siebzigerjahre auf.Syn.: ↑ auftauchen, sich ↑ ausbilden, sich ↑ bilden, sich ↑ einstellen, ↑ entstehen, sich ↑ entwickeln, ↑ erscheinen, ↑ erwachen, hervorgerufen werden, in Gebrauch kommen, üblich werden, sich ↑ zeigen, zum Vorschein kommen.2. <meist verneint> jmdm. gewachsen sein, etwas gegen jmdn., etwas tun können:gegen diesen Konkurrenten kam er nicht auf.Syn.: ↑ ankommen, ↑ ankönnen, sich ↑ behaupten (geh.), ↑ bestehen, die Oberhand behalten, die Oberhand gewinnen, sich 1↑ durchsetzen, seinen Willen durchsetzen.3.a) die entstehenden Kosten tragen, übernehmen:für die Kinder, die Ausbildung der Kinder aufkommen; er musste für die Schulden seines Sohnes aufkommen.Syn.: ↑ begleichen (geh.), ↑ bestreiten, ↑ bezahlen, ↑ blechen (ugs.), ↑ bluten (ugs.), ↑ finanzieren, ↑ zahlen.b) für etwas tätige Verantwortung tragen:für die Sicherheit der Bevölkerung aufkommen.Syn.: ↑ bürgen, die Bürgschaft übernehmen, die Garantie übernehmen, die Hand ins Feuer legen (ugs.), ↑ einstehen, ↑ eintreten, ↑ garantieren, ↑ gewährleisten, 2↑ haften, sich ↑ verbürgen.4.a) wieder aufstehen, sich erheben können:er kam nur mit Mühe vom Boden auf.b) [wieder] gesund werden:ich glaube nicht, dass er wieder aufkommt.Syn.: auf dem Weg[e] der Besserung sein, sich ↑ aufrappeln (ugs.), ↑ genesen, ↑ gesunden, sich auf dem Weg[e] der Besserung befinden, wieder auf den Damm kommen, wieder auf die Beine kommen.5. (besonders nach einem Sprung) auf den Boden auftreffen:sie kam ein Stück neben der Matte, mit dem linken Fuß auf.* * *
auf||kom|men 〈V. intr. 170; ist〉1. entstehen, sich bilden, sich erheben2. für etwas \aufkommen zahlen, haften für, ersetzen● ein Gewitter kommt auf zieht sich zusammen, kommt näher; eine neue Mode, Sitte kommt auf; ein Schiff kommt auf wird am Horizont sichtbar; bei der Sammlung ist eine beträchtliche Summe aufgekommen 〈umg.〉 eingegangen, zusammengekommen ● wir wollen kein Misstrauen \aufkommen lassen; ich möchte keinen Zweifel darüber \aufkommen lassen, dass ...; niemanden neben sich \aufkommen lassen niemanden neben sich hochkommen, sich emporarbeiten lassen, keinen Gleichberechtigten, Mitbewerber usw. neben sich dulden ● er muss für den Schaden, den Verlust \aufkommen er muss für den S., den V. haften; gegen etwas \aufkommen etwas gegen etwas tun können; gegen jmdn. \aufkommen ihm in der Leistung gleichkommen; er kommt gegen ihn (in seiner Leistung) nicht auf; ich komme gegen seinen Einfluss nicht auf; er ist von seiner Krankheit nur langsam, schwer wieder aufgekommen gesund geworden, genesen* * *
auf|kom|men <st. V.; ist:1. [unvermutet] entstehen:Wind kommt auf;tagsüber stark bewölkt, aufkommende Niederschläge;<subst:> diese Wetterlage begünstigt das A. von Nebel;Ü es kamen Gerüchte auf, er wolle zurücktreten;Misstrauen kam auf (regte sich);um keinerlei Zweifel a. zu lassen;es wollte keine rechte Stimmung a.;im 18. Jahrhundert kam der Frack auf (wurde er Mode);<subst.:> das A. der Kunststoffe.2.a) entstehende Kosten übernehmen:für die Kinder, für den Unterhalt der Kinder a.;für den entstandenen Sachschaden a.;b) für etw. tätige Verantwortung tragen:für die Sicherheit Berlins a.3.a) sich gegenüber jmdm., etw. durchsetzen:gegen einen mächtigen Mann nicht a. können;gegen die berechtigten Ansprüche war schwer aufzukommen;du wolltest niemanden neben dir a. lassen.4.a) sich erheben, wieder aufstehen können:sie kam nur mit Mühe vom Boden auf;b) (geh.) wieder gesund werden:sie hat einen so schlimmen Rückfall erlitten, dass sie wohl nicht mehr a. wird.5. (landsch.) entdeckt werden, bekannt werden, herauskommen:der Schwindel kam auf.6. beim Sprung od. Fall auf etw. auftreffen, aufsetzen:die Akrobatin kam auf das/auf dem Netz auf;der Skispringer kommt nicht so mühelos auf.dann aber kam die gegnerische Mannschaft auf und beherrschte das Geschehen bis zur Pause.8. (Seemannsspr.) (von Schiffen) in Sicht kommen, herankommen.* * *
aufkommen,Schifffahrt: 1) den Winkel verringern, um den das Ruder seitlich gelegt worden ist; 2) ein vorausfahrendes Schiff einholen; 3) von See her einen Hafen anlaufen oder sich einem Beobachtungsstandort nähern.* * *
Auf|kom|men, das; -s, -: 1. (Wirtsch.) a) Summe der Einnahmen (aus Steuerabgaben u. a.) in einem bestimmten Zeitraum: das A. [aus] der Körperschaftssteuer; b) (DDR) in der Höhe festgelegte Abgabe; Pflichtablieferung landwirtschaftlicher Güter, Soll: hatte die LPG ... das staatliche A. an Eiern ... erfüllt (Neues D. 20. 6. 64, Beilage 3). 2. <o. Pl.> (geh.) Genesung: wir dürfen wohl nicht mehr mit ihrem A. rechnen.
Universal-Lexikon. 2012.